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SPÄTANTIKE RESIDENZ

BILD: PILGERFLASCHEN, CREDIT: ÖAI/NIKI GAIL

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Seit 2013 fördert die Gesellschaft der Freunde von Ephesos im Rahmen eines mehrjährigen Projekts die Ausgrabung einer Residenz im spätantiken Stadtzentrum von Ephesos. Es handelt sich dabei um eines von mehreren luxuriösen Wohnhäusern der städtischen Elite in diesem Bereich.

 

Erste Ergebnisse haben sämtliche Erwartungen übertroffen: Das Zentrum dieses Hauses bildet ein großer offener Säulenhof, von dem aus sowohl der Repräsentationstrakt als auch die Wirtschaftsbereiche betreten werden konnten. Ersterer besticht durch prächtige, mehrfärbige Bodenmosaike und kunstvoll verlegte Marmorplattenböden. Die Wände und Decken waren mit Marmorplatten, Stuck und Wandmalereien verziert.

Die Zerstörung des Gebäudes erfolgte im 7. Jh. n. Chr., als Ephesos durch Naturkatastrophen bedroht wurde. Die Bewohner verließen ihre Heimstätte rasch und ließen das Mobiliar, Haushaltsgeräte und weitere Alltagsgegenstände zurück. Bislang wurden rund 4.000 Münzen gefunden, aber auch prachtvolle Ausstattungsgegenstände wie ein Schwert, Schmuck, Accessoires von Kleidungsstücken und viele christliche Wallfahrtsandenken. Jedoch auch nach dieser Zerstörung wird der Komplex bis in das 11./12. Jh.n.Chr. (mittelbyzantinische Zeit) weiter genutzt. Der teilweise wieder in Stand gesetzte Bau wird nun hauptsächlich für handwerkliche Aktivitäten genutzt.

Mit der Erforschung der Residenz, die in der Fachwelt bereits große Aufmerksamkeit hervorgerufen hat, ist ein völlig neuer Einblick in die Lebenswelt der Spätantike in Ephesos möglich.

 

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