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NEWS AUS
EPHESOS

Bild: CELSUSBIBLIOTHEK, CREDIT: ÖAI/NIKI GAIL

Taberne Ephesos 3-D-Kurzfilm zu den Tabernen an der Kuretenstraße

 3-D-Kurzfilm zu den Tabernen an der Kuretenstraße

 

 

 

Im Jahr 2015 legte das Österreichische Archäologische Institut in Ephesos drei tabernae an einer der Hauptstraßen der antiken Stadt, der oberen Kuretenstraße, frei. Die Räume waren in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. in die nördliche Säulenhalle, die die Straße säumte, eingebaut worden und dienten als Lokale für Handels- und Gewerbebetriebe sowie als Gaststätten. Im frühen 7. Jahrhundert n. Chr. zerstörte ein Brand das Gebäude und beendete die Nutzung.

Die große Menge an Fundmaterial und der gute Erhaltungszustand der Befunde ermöglichten eine Rekonstruktion der Strukturen und deren Visualisierung im Rahmen des Kurzfilms: „Ergo bibamus! Alltag in einer spätantiken Taberne in Ephesos“.

 

Der Film ist abrufbar unter:

https://www.youtube.com/channel/UC4FsqYefG6bKUUSSqz2fIcw

Ephesos 025 Dr. Sabine Ladstätter und Prof. Engelbert Winter, Copyright Siemens

Rückblick auf die Jahresversammlung 2017

 

Am 23. Oktober 2017 fand die Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde von Ephesos (GFE) statt, die auch in diesem Jahr im Haus der Industrie abgehalten wurde.

 

Im Anschluss an die Generalversammlung des Vereins, zu der alle GFE-Mitglieder geladen waren, folgte die Festversammlung im Großen Festsaal. Nach der Begrüßung der Festgäste durch den Präsidenten der Gesellschaft, Generaldirektor Ing. Wolfgang Hesoun, hielt Dr. Sabine Ladstätter, Grabungsleiterin von Ephesos und Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, ihren Vortrag. Sie berichtete in diesem Jahr von den Forschungsergebnissen, die trotz der schwierigen Umstände, die durch die fehlende Grabungsgenehmigung für die Grabung Ephesos 2017 bestehen, von den Wissenschafterinnen und Wissenschaftern des ÖAI erzielt wurden. Zum Abschluss ihres Vortrags präsentierte die ÖAI-Direktorin erstmals öffentlich einen neuen Film über die Tabernen an der Kuretenstraße, der im Rahmen des neuen GFE Projekts „Ephesos Digital“ entstand. Der Film enthält eine anschauliche 3-D-Rekonstruktion der Tabernen, ihrer Innenräume und Funde und wird in Kürze auch auf der GFE Website online sein. In weiterer Folge wird er auch im Ephesos Museum in Wien zu sehen sein, das nach dem Umbau des Hauses der Geschichte im November 2018 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet wird.

 

Die diesjährige Festrede hielt Prof. Engelbert Winter von der Universität Münster. Er berichtete in seinem Vortrag über den Gott Juppiter Dolichenus, der sich durch das römische Militär bis in den Westen des Imperium Romanum verbreitete und auch am Limes in Österreich besonders stark verehrt wurde. Prof. Winter stellte die archäologischen Zeugnisse des Heiligtums des Gottes in dessen Heimatstadt Doliche vor, das nahe Gaziantep in der heutigen Osttürkei liegt.

 

Zum Ausklang des Abends lud Präsident Hesoun alle Gäste zum Buffet, um sich über das Gehörte in entspannter Atmosphäre austauschen zu können. Der Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Holzhausen Verlag stellten außerdem die aktuellen Publikationen des ÖAI vor, die über die beiden Verlag erworben werden können.

 

Hinweis:

Für GFE-Mitglieder ist der Vortrag im passwortgeschützen Mitgliederbereich unter http://www.ephesos.at/mitglieder-login/ abrufbar.

 

 

Galerie (zur Vergrösserung bitte Bild anklicken)


Ephesos Digi 01

 

 

Neues GFE Projekt: Eph. Digital

 

Mit der Grabungskampagne 2016 konnten die Feldforschungen im spätantik-mittelalterlichen Stadtquartier südlich der Marienkirche in Ephesos, die die GFE seit 2013 maßgeblich unterstützte, abgeschlossen werden.


Die in diesem Projekt bereits generierten Daten und jene Daten, die durch die nun folgende Auswertung der Funde und Befunde noch entstehen werden, sollen jetzt in einer Case Study für die Entwicklung und Implementierung eines übergreifenden, digitalen Dokumentations- und Archivierungssystems am ÖAI herangezogen werden.


Mehr zum Projekt erfahren Sie unter „Projekte/Eph.Digital"

Ab 1.1.2017: Spenden einfacher absetzbar

Für Spenden, aber auch für Kirchenbeiträge und die freiwillige Weiterversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung, wird ab 1.1.2017 ein automatischer Datenaustausch zwischen der empfangenden Organisation und der Finanzverwaltung eingerichtet.

 

Für Bürgerinnen und Bürger bringt das eine deutliche Entlastung mit sich: Künftig müssen die betroffenen Sonderausgaben nicht mehr im Rahmen der Steuererklärung bekannt gegeben werden, da die Finanzverwaltung– wenn die Spenderin bzw. der Spender das möchte – die übermittelten Daten automatisiert in den Bescheid übernehmen kann.

 

Für die spendenbegünstigte Organisationen, wie auch die GFE, bedeutet dies jedoch, dass das Geburtsdatum und der vollständige Name ihrer Spender erhoben und in verschlüsselter Form der Finanzverwaltung gemeldet werden muss, damit die Spenden weiterhin steuerlich abgesetzt werden können. Wenn Sie eine Spende an die GFE tätigen, bitten wir Sie daher um die Angabe Ihres Vor-, Familiennamens und Geburtsdatums auf dem Erlagschein oder bei der Online-Überweisung.

Andernfalls können wir Ihre Daten nicht ordnungsgemäß weiterleiten und Sie können Ihre Spende nicht steuerlich als Sonderausgabe geltend machen. Bitte achten Sie bei der Namensschreibung darauf, dass diese mit der Namensschreibung im Zentralen Melderegister („Meldezettel“) übereinstimmt.

 

Selbstverständlich kann auch weiterhin anonym gespendet werden. Sie verzichten dadurch jedoch – so wie auch bisher – auf die Möglichkeit, Ihre Spende als Sonderausgabe im Zuge Ihrer (Arbeitnehmer/innen)Veranlagung absetzen zu können.

 

Die Überweisung des Mitgliedbeitrags ist davon nicht betroffen.

 

 

Mehr Infos: Folder „Spendenabsetzbarkeit ab 1. 1. 2017 – einfach automatisch“ (BMF, 2016)

IMG1662 Dirk Steuernagel, Sabine Ladstätter, Wolfgang Hesoun (v.l.n.r.), Copyright Siemens

Die Jahresversammlung 2016

 

Am 20. Oktober 2016 fand die Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde von Ephesos (GFE) statt. Wie jedes Jahr wurde das Treffen in traditioneller Weise im ehrwürdigen Haus der Industriellenvereinigung veranstaltet.

 

Im Anschluss an die Generalversammlung des Vereins, zu der alle GFE-Mitglieder geladen waren, folgte die Festversammlung im Großen Festsaal. Nach der Begrüßung der Festgäste durch den Präsidenten der Gesellschaft, Generaldirektor Ing. Wolfgang Hesoun, hielt Dr. Sabine Ladstätter, Grabungsleiterin von Ephesos und Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI), ihren Vortrag. Sie berichtete in diesem Jahr nicht nur über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um Ephesos, sondern auch über die jüngsten politischen Entwicklungen in der Türkei und die Auswirkungen auf die archäologische Arbeit, die schließlich zur frühzeitigen Beendigung der Kampagne 2016 führten.

 

Die diesjährige Festrede hielt der Gastvortragende Dr. Dirk Steuernagel, Professor für Klassische Archäologie an der Universität Regensburg. Er hielt einen spannenden Vortrag mit dem Titel „Planung und Prozess. Neue Forschungen zum sogenannten Staatsmarkt in Ephesos“.

 

Zum Ausklang des Abends lud Präsident Hesoun alle Gäste zum Buffet, um sich über das Gehörte in entspannter Atmosphäre austauschen zu können.

  

HINWEIS:

Für GFE-Mitglieder sind die beiden Vorträge im passwortgeschützten Mitgliederbereich abrufbar.

 

 

Galerie (zur Vergrösserung bitte Bild anklicken)


Abb 1Celsusbibliothek Celsusbibliothek; © ÖAI / Niki Gail

Ephesos ist nun Weltkulturerbe

 

Die UNESCO Kommission nimmt Ephesos in die Liste der Weltkulturerbestätten auf

 

Das derzeit in Bonn tagende UNESCO Weltkulturerbe-Kommittee hat den Eintrag von Ephesos (Westtürkei) in die Liste der Weltkulturerbe beschlossen. Die antike Stadt, die seit 120 Jahren unter österreichischer Leitung ausgegraben wird, blickt auf eine Geschichte von 9.000 Jahren zurück. Ephesos war Hauptstadt der römischen Provinz Asia, beherbergte eines der sieben Weltwunder der Antike und entwickelte sich in christlicher Zeit zu einem wichtigen Pilgerzentrum. Zu seinen bekanntesten Bauwerken zählen der Artemistempel, die Celsus¬bibliothek, das Hanghaus, die Kirche der Gottesmutter Maria und die Johannesbasilika.

 

„Die UNESCO hat die einzigartige Bedeutung von Ephesos mit der Aufnahme in die Weltkulturerbeliste anerkannt. Das Österreichische Archäologische Institut (ÖAI), das seit 120 Jahren die Ausgrabungen in Ephesos leitet, freut sich sehr über diese Auszeichnung. Wir gratulieren der Republik Türkei und der Gemeinde Selçuk zu diesem großen Erfolg“, sagt Sabine Ladstätter, Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts und Grabungsleiterin von Ephesos.

 

Die herausragende Bedeutung von Ephesos

Mit Ephesos wurde eine archäologische Stätte ausgewählt, die in allen historischen Perioden ‒ vom Neolithikum bis ins Mittelalter ‒ eine besondere Rolle spielte. Aufgrund ihrer geographischen Lage war die Hafenstadt Zentrum der Kommunikation und des Handels zwischen der Ägäis und dem anatolischen Hochplateau. Darüber hinaus war Ephesos ein religiöses Zentrum von überregionaler Bedeutung. Der Kult der Göttin Artemis reicht hier zumindest bis an den Beginn des 1. Jahrtausends v.Chr. zurück. Der zu ihren Ehren errichtete Marmortempel des 4. Jahrhunderts v.Chr. war der größte der griechischen Welt und zählte zu den sieben Weltwundern. In christlicher Zeit entwickelte sich die über dem Grab des Apostel Johannes errichtete Basilika zu einem der bedeutendsten Pilgerziele. Noch heute sind die Ruinen von Ephesos jährlich Anziehungspunkt für mehr als zwei Millionen Besucher. Da Ephesos in späterer Zeit nicht überbaut wurde, vermittelt die Ruinenstätte dem modernen Besucher dank zahlreicher wieder errichteter Bauten das Flair einer antiken Großstadt.

 

Was bedeutet die Ernennung zum Weltkulturerbe für die Grabung Ephesos?

„Unsere heutige Gesellschaft hat sich darauf verständigt, das geschichtliche Erbe, das die Menschheit miteinander verbindet und identitätsstiftend wirkt, unter besonderen Schutz zu stellen und seine kulturelle Vielfalt zu erhalten. Der Eintrag in die Liste der Weltkulturerbestätten ist daher nicht nur Auszeichnung, sondern zugleich auch Verpflichtung, mit diesem wertvollen und einzigartigen Kulturgut verantwortungsvoll umzugehen“, so Ladstätter. Mit dem Beitritt zur Konvention verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen der Welterbestätten auf ihrem Hoheitsgebiet eigenständig zu finanzieren. Um eventuelle Veränderungen des Erhaltungszustandes festzustellen, finden regelmäßige Überprüfungen durch die UNESCO statt. Das UNESCO Welterbezentrum muss zudem über außergewöhnliche Umstände und Arbeiten, die zu einer Bedrohung der Welterbestätte führen könnten, informiert werden.

 

Information zum UNESCO Weltkulturerbe

Auf der UNESCO-Liste des Welterbes sind 1007 Denkmäler in 161 Ländern verzeichnet. Davon sind 779 Kulturdenkmäler und 197 Naturdenkmäler, weitere 31 Denkmäler werden sowohl als Kultur- als auch als Naturerbe geführt. Die UNESCO verleiht den Titel Welterbe (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe) an Stätten, die aufgrund ihrer Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität weltbedeutend sind und von den Staaten, in denen sie liegen, für den Titel vorgeschlagen werden. Der Titel beruht auf der von 190 Staaten und Gebieten ratifizierten Welterbekonvention von 1972.

 

In der Türkei gibt es bereits 13 Welterbestätten, unter ihnen sind die bekannten archäologischen Stätten Pergamon, Troja, Hierapolis-Pamukkale und Hattuscha.

 

Link: UNESCO World Heritage Centre http://whc.unesco.org/en/35/

 

Mit freundlicher Unterstützung von