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01Artemision Isa Bey Moschee Johannesbasilika Festung am Ayasoluk
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DAS ARTEMISION
Das Artemision war das wichtigste Heiligtum von Ephesos. Der gewaltige Artemistempel galt als eines der sieben Weltwunder der Antike. Die bisher ältesten Funde auf diesem Gelände sind Bruchstücke mykenischer Keramik aus dem 14./13. Jh. v. Chr. Ab dem Beginn der Eisenzeit (Ende 11. Jh. v. Chr.) lässt sich Kultbetrieb nachweisen. Als älteste fassbare Architektur wurde um 680/650 v. Chr. im Zentrum des Heiligtums ein nach Westen orientierter, von Säulenhallen umgebener Tempel (Peripteros) errichtet (Abb. 1, blau; Abb. 2). Der aus konservatorischen Gründen abgedeckte Peripteros zählt zu den ältesten griechischen Tempeln mit Ringhalle. Der mit 13,5, × 8,5 m noch recht kleine erste Tempel besaß Wände aus Stein und 4 × 8 Holzsäulen auf Steinbasen. Im Inneren stand auf einer rechteckigen, von sechs Säulen umgebenen Basis vermutlich ein Kultbild aus Holz.
Um 570 v. Chr. begann man mit dem Bau des ersten riesenhaften Ringhallentempels mit doppeltem Säulenkranz (Dipteros) (Abb. 1, orange), der aus Marmor errichtet wurde. Seine Breite betrug knapp 60 m, seine Länge mehr als 100 m. Er hatte wahrscheinlich 106 Säulen, viele davon waren mit Reliefs verziert. Diese wurden vom lydischen König Kroisos gestiftet (daher der Name 'Kroisos-Tempel'). Die Wände des Tempels umschlossen einen offenen Hof (Sekos), in dessen Innerem ein kleines, tempelartiges Gebäude für das Kultbild stand. Nur über dem Säulenumgang lag ein Dach, dessen Gesims mit einem figürlichen Fries verziert war. Als Altar diente vermutlich ein ca. 33 × 16 m großes, rechtwinkelig zum Kroisos-Tempel orientiertes Bauwerk vor dessen Westfront, von dem sich nur das Fundament aus Kalkmergelplatten und einige wenig Marmorblöcke des Aufbaus erhalten haben.

Der archaische Tempel fiel nach der Überlieferung 356 v. Chr. dem Brandanschlag eines gewissen Herostratos zum Opfer. Der bald darauf begonnene spätklassische Neubau (Abb. 3) wiederholte alle wesentlichen Elemente des Vorgängerbaus mit Ausnahme des figürlich verzierten Dachrandes (Sima). Er hatte vermutlich 127 Säulen von etwa 18,40 m Höhe und stand auf einem hohen Stufenbau (2,70 m über dem Niveau des Vorgängers). Im Inneren führte eine Treppe auf das beibehaltene Hofniveau hinab. Der Altar dieses Tempels lag am westlichen Rand des ausgegrabenen Geländes und bestand aus einem gepflasterten Hof mit einer ?-förmigen Einfassung. Eine Architekturprobe aus Trommeln verschiedener Säulen wurde 1973 aufgestellt. Sie steht auf einer original erhaltenen Säulenbasis des spätklassischen Tempels, unter ihr liegt eine Basis des Kroisos-Tempels. Die Originalsäulen waren etwa 4 m höher als die Rekonstruktion. In der Spätantike wurde der Artemistempel umgebaut und möglicherweise als Kirche genutzt. Erhalten sind davon zwei Reihen mächtiger Pfeiler aus Mörtelmauerwerk, die man vor die Innenwände des Tempelhofes setzte.

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DAS SIEBEN-SCHLÄFER-ZÖMETERIUM
Der Bestattungskomplex des 3. Jhs. n. Chr. liegt am Ostabhang des Panayirda.

Nach der Legende suchten unter Kaiser Decius (249-251 n. Chr.) sieben junge Männer in einer Höhle Schutz vor der Christenverfolgung, der sie, jahrhundertelang schlafend, auch entgehen. Mitte des 5. Jhs. n. Chr. wurden über einer Katakombe mit zehn Kammern ihr Kult angesiedelt und eine Kirche eingerichtet. Bis weit in das Mittelalter blieb die mehrfach erweiterte Anlage eine christliche Pilgerstätte.

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Magnesian Gate01
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DAS MAGNESISCHE TOR
Das Magnesische Tor war Teil der hellenistischen Stadtbefestigung und Ausgangspunkt für Überlandwege nach Magnesia am Mäander sowie in das Kaystros-Tal. Während der römischen Kaiserzeit wurde es mehrmals umgebaut, ab ca. 210 n. Chr. verband eine überdachte Halle das Tor mit dem Artemision. Das Haupttor mit einer Durchgangsbreite von 3,7 m und einem quadratischen Torhof (22,8 × 25 m) flankierten Portale und Türme.

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DAS ‘OSTGYMNASIUM’
Am Eingang in das Stadtgebiet von Ephesos liegt das sogenannte Ostgymnasium (Gesamtfläche etwa 14.000 m?). Im 2. Jh. n. Chr. errichtet, entspricht es dem ephesischen Bad-Gymnasium-Typus. Neben großen Badesälen besaß das 'Ostgymnasium' einen reich ausgestatteten Marmorsaal sowie einen Vortragsraum mit Sitzstufen. Im Bereich der modernen Straße entstand in der Spätantike eine als Friedhofskirche genutzte dreischiffige Basilika.

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DAS ‘LUKASGRAB’ – RÖMISCHER BRUNNEN
Der kaiserzeitliche Rundbau (2. Jh. n. Chr.) bestand aus einem Podium, auf dem ein Monopteros (Säulenbau ohne Cella) mit 16 Säulen sowie ein Wasserbecken ruhten. Um 500 n. Chr. wurde diese Brunnenanlage in eine Kirche mit einer Krypta umgewandelt. Die Darstellung eines Buckelrindes und eines Kreuzes auf einem Pilaster beim Südeingang in die Unterkirche hatte bereits im 19. Jh. zu der irreführenden Bezeichnung des Monuments als 'Lukasgrab' geführt. Zahlreiche Gräber im unmittelbaren Umfeld der Kirche sowie Keramik- und Münzfunde legen eine Funktionsdauer der Kirche bis in das Mittelalter (13./14. Jh.) nahe.

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SOGENANNTE FONTÄNE
Die inschriftlich als nymphaeum bezeichnete 'Fontäne' ist Ende und Verteiler der 92/93 n. Chr. unter dem Prokonsul P. Calvisius Ruso Julius Frontinus in die Stadt geführten Wasserleitung. Im 2. Jh. n. Chr. wurde die Anlage erweitert: Sie erhielt zwei Seitenflügel mit davorliegenden Brunnenbecken. Schwer beschädigt, wurde das Nymphäum um 340 n. Chr. von dem Prokonsul L. Caelius Montius wiederhergestellt.

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DER ‘STAATSMARKT’
Wahrscheinlich im 1. Jh. v. Chr. wurde in dem Sattel zwischen den beiden Stadtbergen eine Platzanlage gestaltet, die zu Beginn des 1. Jhs. n. Chr. 160 × 58 m einnahm. Säulenhallen rahmten den Platz an drei Seiten. Im Westen begrenzte ihn eine Quadermauer, an die sich in der Folge zahlreiche Einzelmonumente anlehnten. Mit den umliegenden Gebäuden bildete der sogenannte Staatsmarkt spätestens seit Kaiser Augustus (27 v. Chr. - 14 n. Chr.) das politische Zentrum der Stadt.

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TEMPEL AM ‘STAATSMARKT’
Im Westteil des Staatsmarktes befand sich auf einem Podium von 23 × 15 m ein Ringhallentempel mit 6 × 10 Säulen und zusätzlicher Säulenreihe an der Front. Wahrscheinlich wurde der Tempel um 15 n. Chr., noch zur Zeit des Kaisers Augustus oder bereits unter Tiberius, errichtet. Das Gebäude wird als Heiligtum des Vereins der römischen Bürger (conventus Civium Romanorum) für Divus Caesar und Dea Roma oder für Augustus interpretiert. In der Spätantike wurde der Bau völlig abgetragen.

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DAS BOULEUTERION
Das Bouleuterion war Tagungsort des Rates (Boule) sowie Ort musischer Aufführungen und Wettbewerbe. Das einst überdachte, halbkreisförmige Auditorium ist mit einer Bühnenwand verbunden. Der um 100 n. Chr. errichtete Bau erhielt um 150 n. Chr. eine von Publius Vedius Antoninus gestiftete, neue Bühnenwand, an der eine Porträtgalerie der kaiserlichen Familie aufgestellt und Briefe des Kaisers Antoninus Pius (138-161 n. Chr.) angebracht waren.

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‘RHODISCHES PERISTYL’ UND PRYTANEION
Der an drei Seiten eingefasste Hof (33 × 28 m) westlich des Bouleuterions entspricht mit seiner im Osten erhöhten Säulenstellung dem Bautypus des 'Rhodischen Peristyls'. An der Westseite erhebt sich ein Podium, auf dem sich ein Altar oder zwei kleine Tempel befanden.

Der wahrscheinlich in augusteischer Zeit (27 v. Chr. - 14 n. Chr.) errichtete heilige Bezirk war dem vergöttlichten Caesar und der Dea Roma oder Artemis und Kaiser Augustus geweiht. Über einen säulenumstandenen Hof (26 × 22 m) betritt man das zur selben Zeit errichtete Prytaneion, den Amtssitz der obersten Stadtbeamten. Sein Hauptraum diente öffentlichen Ehrenspeisungen, das Fundament im Zentrum war demnach Ort des heiligen Feuers der Göttin Hestia oder Speiseanrichte. Im Areal des Prytaneions waren die vier berühmten römischen Nachbildungen der Statue der Artemis Ephesia aufgestellt.

Ein reich ausgestattetes Bankett- oder Wohnhaus (14 × 11 m) im Westen scheint in funktionalem Zusammenhang mit dem Prytaneion gestanden zu haben.

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HYDREKDOCHEION (WASSERSCHLOSS)
Der um 80 n. Chr. vom Prokonsul Gaius Laecanius Bassus gestiftete Monumentalbrunnen lag am Kreuzungspunkt zweier Hauptstraßen. Das rechteckige, etwa 105 große Bassin rahmten an drei Seiten opulente, zwei- bis dreigeschossige Tabernakelfassaden, der vierten Seite war ein Schöpfbecken vorgelagert.

Das Zusammenspiel der reichen und bunten Architektur mit dem wasserspendenden Skulpturenschmuck und dem dynamischen Element Wasser machte den Brunnen zu einer Attraktion.

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DER DOMITIANSTEMPEL
Tempel und Altar dienten dem Kaiserkult und waren Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.), nach dessen Tod und Tilgung seines Andenkens (damnatio memoriae) dem Geschlecht der Flavier gewidmet. Der auf einem sechsstufigen Unterbau (24 × 34 m) errichtete Tempel mit 8 × 13 Säulen stand auf einer mithilfe mächtiger Stützbauten geschaffenen Terrasse. Mit dem Sieg des Christentums wurde er bis auf seine Fundamente abgetragen und ist heute fast völlig verschwunden.

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DER MEMMIUSBAU
An einem besonders prominenten Bauplatz wurde zwischen 50 und 30 v. Chr. der Memmiusbau errichtet: ein Ehrenmonument für Gaius Memmius, einen Enkel des römischen Diktators Sulla. Die Rekonstruktion sieht einen turmartigen Aufbau mit Kegeldach vor, auf Reliefs zwischen den Säulen des Obergeschosses waren die Tugenden des Geehrten dargestellt. Zu sehen ist heute kein Wiederaufbau, sondern eine dem Kubismus verhaftete, moderne Architekturcollage.

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HYDREION
Die Brunnenanlage säumte einen kleinen Platz im Kreuzungsbereich von Kureten- und sog. Hanghausstraße. Erhalten haben sich ein langrechteckiges Schöpfbecken sowie ein höher gelegenes, von Statuennischen flankiertes Wasserbecken in einer halbrunden Nische. Die Bauinschrift nennt T. Flavius Meander als Stifter und datiert den Brunnen in severische Zeit (um 200 n. Chr.). Wiederverwendete Bauglieder erlauben aber, ein an dieser Stelle platziertes Monument aus der frühen Kaiserzeit zu erschließen. In der Spätantike wurden Statuen der Tetrarchen vor dem Hydreion aufgestellt.

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DAS ‘HERAKLESTOR’
Das sogenannte Heraklestor begrenzte die Kuretenstraße im Osten. Sein heutiges Erscheinungsbild geht auf spätantike Adaptionen zurück, das Aussehen des kaiserzeitlichen Torbaus ist nicht mehr zu rekonstruieren. Die beiden mit Darstellungen des Herakles verzierten Pfeiler verkleinerten den Durchgang massiv und sperrten die Straße für den Wagenverkehr. Über den Pfeilern ist ein Bogen mit Bauinschrift zu ergänzen. Niken mit Lorbeerkränzen und Palmzweigen standen in den Bogenzwickeln.

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DIE KURETENSTRASSE
Die Kuretenstraße (antik: Embolos), die in der Talsenke der beiden Stadtberge verläuft, folgt als alte Prozessionsstraße nicht dem rechtwinkeligen Straßenraster der hellenistisch-römischen Stadt. Der 210 m lange Hauptboulevard wurde in der frühen Kaiserzeit mit Portiken (Säulenhallen) und Marmorpflasterung repräsentativ gestaltet. Unter der 6,80-10 m breiten Straße verläuft ein Sammelkanal.

Hinter den 3,5-4,5 m tiefen Portiken lagen Tabernen, in denen Geschäftsleute, Handwerker und Wirte ihre Waren und Dienste anboten. Entlang der Straße war vor jeder Säule ein Inschriftensockel Träger einer Marmor- oder Bronzestatue; mit ihnen wurden Verdienste von Bürgern und Wohltätern geehrt. Durch das spätantik errichtete 'Heraklestor' wurde die abschüssige Straße (Höhenunterschied ca. 20 m) endgültig für den Fahrverkehr gesperrt. Reparaturen wurden bis in das 6./7. Jh. n. Chr. ausgeführt.

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DAS VARIUSBAD
An der Nordseite der Kuretenstraße, zwischen der 'Bad-' und der 'Akademiegasse', wurde in der 1. Hälfte des 2. Jhs. n. Chr. das Variusbad errichtet. Die Baderäume wurden von einem großen Apsidensaal aus betreten; über die gedeckte 'Akademiegasse' erreichte man eine öffentliche Latrine. In der Spätantike renovierte die Christin Scholastikia das Bad: Ihre Sitzstatue findet sich noch heute in einer Nische der Eingangshalle.

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DIE LATRINE
Von der überdeckten 'Akademiegasse' aus erreichte man die öffentliche Latrine. Die frei zugängliche Gemeinschaftstoilette diente der Stadtbevölkerung wie auch den Besuchern des angrenzenden Variusbades. Die Sitze der Latrine sind an drei Seiten um einen offenen Säulenhof angeordnet; vor den Sitzbänken floss in einem Kanal Frischwasser, das der Reinigung diente.
Die Latrine wurde vom Ephesos Museum, Selçuk restauriert.

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DAS OKTOGON
Der 9 m lange, quadratische Sockel enthält eine Grabkammer, in der eine junge Frau in einem Marmorsarkophag bestattet war. Über dem Sockel erhob sich ein achteckiger Stufenunterbau mit einem oktogonalen Bau mit Cella und Säulenumgang in korinthischer Ordnung. Eine Kugel bekrönte das pyramidale Stufendach. Grabinhaberin war vermutlich Arsinoe IV., die in Ephesos ermordete jüngste Schwester der Kleopatra. Die Architekturdekoration datiert den Bau in die Epoche des Kaisers Augustus (27 v. Chr. - 14 n. Chr.).

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DAS HEROON DES ANDROKLOS
Über einem U-förmigen Sockel mit dorischer Blendarchitektur erhob sich ein offenes zweites Geschoss ionischer Ordnung. Vor dem Monument liegt ein Wasserbecken, dessen Einfassung in der Spätantike erneuert wurde, weshalb das Bauwerk lange als 'byzantinischer Brunnen' galt. Wahrscheinlich wurde es aber zu Ehren des mythischen Stadtgründers Androklos im Verlauf des 1. Jhs. v. Chr. errichtet.

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DAS HADRIANSTOR
Das dreigeschossige Tor kennzeichnet die Abzweigung der Prozessionsstraße nach Ortygia. Die breite Straßendurchfahrt des Torbaus, dessen Obergeschoss an das Hadrianstor in Athen erinnert, rahmten zwei schmälere Durchgänge. Bereits um 117 n. Chr. begonnen, wurde der Bau nach einem Erdbeben (270 n. Chr.) wiederhergestellt; in die Seitenjoche wurden Wasserbecken eingebaut. Die teilweise Wiedererrichtung (1986-1990) finanzierte Anton Kallinger-Prskawetz.

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DAS HANGHAUS 1
Das Hanghaus 1 ist ein Häuserblock, der ab seiner Gründungszeit im 1. Jh. v. Chr. in sechs Parzellen zu je einer Wohneinheit unterteilt war. Die Räume der einzelnen Wohneinheiten gruppierten sich jeweils um einen zentralen Säulenhof.

Bemerkenswert ist vor allem die etwa 1.400 m² große Wohneinheit 6: Unter ihrem Säulenhof fand man Teile eines Hauses der Gründungszeit, die nach der archäologischen Untersuchung aber wieder zugeschüttet wurden. Diese Wohneinheit folgt nicht dem rechtwinkeligen Planungsraster der Stadt, sondern ist auf den Embolos (Kuretenstraße) orientiert, womit der Bauherr Komplikationen bei der Errichtung um 100 n. Chr. riskierte. Die Räume erreichten Höhen von bis zu 11 m - ihre repräsentative Ausgestaltung lässt ein Mitglied der städtischen Elite als Besitzer vermuten.

Aufgrund der Nutzungszeit bis in die Spätantike ist die Ausstattung des Hanghauses 1 weit weniger gut erhalten als die des Hanghauses 2, das bereits im 3. Jh. n. Chr. verschüttet wurde.

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DAS HANGHAUS 2
Die am Nordhang des Bülbülda erhaltenen Besiedlungsspuren reichen bis in archaische Zeit (7./6. Jh. v. Chr.) zurück, als das Areal als Begräbnisstätte diente. In hellenistischer Zeit (um 200 v. Chr.) gliederte man den Hang mithilfe umfangreicher Terrassierungen; er erhielt in weiterer Folge eine kleinteilige, weitgehend unstrukturierte Bebauung.

Als Hanghaus 2 wird heute eine ca. 4.000 m² große Insula (Miethaus für mehrere Parteien) bezeichnet: Auf drei Terrassen waren ursprünglich sechs getrennt betretbare Wohneinheiten angelegt. Seitlich wird die Insula von zwei Gassen flankiert, die einen Höhenunterschied von 27,5 m überwinden. Die Nordfront des Hanghauses 2 grenzt mit einer Reihe von Tabernen (Geschäftslokale) an die Kuretenstraße, die dem ephesischen Straßenraster folgende 'Hanghausstraße' bildet den südlichen Abschluss.

Die in der frühen römischen Kaiserzeit (um 20 n. Chr.) errichteten Wohneinheiten sind durch einen mehrgeschossigen, zentralen Hof mit Säulenumgang (Peristylhof) charakterisiert, um den sich die Wohn- und Wirtschaftsräume gruppierten. Die Wasserver- und -entsorgung war durch Schachtbrunnen, aber auch ein weit verzweigtes Kanalsystem gewährleistet. Während die Repräsentationsräume reich dekorierte Schmuckoberflächen aufwiesen, waren die hauswirtschaftlichen Bereiche, wie Latrinen und Küchen, einfach ausgestattet. Besonders luxuriös hat man sich die heute verlorenen Obergeschosse vorzustellen, in denen Räume für Empfänge und Gastmähler lagen. Neben zahlreichen kleineren und individuellen Umbauten konnten insgesamt vier bzw. fünf das gesamte Hanghaus 2 betreffende Bauphasen festgestellt werden. Bei diesen Umgestaltungen wurden auf der mittleren Terrasse aus einer zwei Wohneinheiten (3 und 5) geschaffen, ferner erfolgte der Einbau eines Stadtpalais (6) zu Lasten der Wohneinheit 4, deren Wohnfläche sich stark reduzierte.

Eine Erdbebenserie im 3. Jh. n. Chr. setzte dem Wohnen im Stadtzentrum von Ephesos ein jähes Ende. Die unvorhersehbare Katastrophe hatte allerdings auch zur Folge, dass in den Zerstörungsschichten das Hausinventar teilweise unversehrt erhalten blieb. In der Spätantike wurde die Ruine anfangs notdürftig adaptiert und genutzt, erst im Verlauf des 5. Jhs. sind wieder Baumaßnahmen nachzuweisen. Eine umfassende Neugestaltung des Areals erfolgte jedoch erst im frühen 7. Jh., als über dem römischen Wohnbau ein frühbyzantinisches Handwerksviertel mit Mühlen, Schmieden und Töpfereien entstand.

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DIE CELSUSBIBLIOTHEK
Die Celsusbibliothek, sicher das bekannteste Monument in Ephesos, wurde zwischen 100 und 110 n. Chr. von Gaius Iulius Aquila für seinen Vater, den Senator Tiberius Iulius Celsus Polemaeanus, gestiftet. Die Bibliothek ist eigentlich als Heroon zu verstehen, das über der Grabkammer des Verstorbenen errichtet wurde. Über eine neunstufige, von zwei Statuenbasen flankierte Freitreppe erreicht man die Vorhalle, von der aus der tatsächliche Bibliotheksraum betreten werden konnte.

Die Tabernakelarchitektur der Prunkfassade kontrastiert mit der Ziegelbauweise im Inneren des Gebäudes, auch wenn dessen Böden und Wände mit Marmor verkleidet waren. Bei einem Erdbeben um 270 n. Chr. wurde die Bibliothek zerstört und nicht wieder aufgebaut. In der Spätantike dienten die Reste ihrer Prunkfassade als Rückwand eines Straßenbrunnens.

Die Wiedererrichtung erfolgte in den Jahren 1970-1978 mit einer Finanzierung durch Anton Kallinger-Prskawetz.

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DIE TETRAGONOS AGORA – DER HANDELSMARKT
Der Handelsmarkt wurde bereits im 3. Jh. v. Chr. gegründet. Die sichtbare Form geht auf eine Erweiterung unter Kaiser Augustus (27 v. Chr. - 14 n. Chr.) zu einem quadratischen Ensemble (154 m Seitenlänge) mit drei Toren im Norden, Westen und Süden, einem zentralem Hof (112 m Seitenlänge) und diesen allseitig umgebende zweischiffige, zweigeschossige Hallen mit Geschäfts- und Amtslokalen zurück.

Im Osten, an der 'Marmorstraße', wurde unter Kaiser Nero (54-68 n. Chr.) im Oberstock der Agora eine zweischiffige Basilika in dorischer Ordnung errichtet, die vermutlich als Gerichtsgebäude diente. Nach einem verheerenden Erdbeben erfolgte Ende des 4. Jhs. n. Chr. auf den Fundamenten ein kompletter Neubau fast aller Baukörper der Agora mit vorhandenen Architekturteilen aus ganz Ephesos. Im 6. Jh. erhielt die Nordhalle statt der Kammern eine mächtige Stützmauer gegen den dahinterliegenden, künstlich aufgeschütteten Hügel (heute Sitz der Gendameriekaserne).

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SERAPEION
Der Tempelbezirk, der vermutlich dem ägyptischen Gott Serapis geweiht war, liegt westlich der Tetragonos Agora (Handelsmarkt). Er ist eine der am besten erhaltenen Ruinen in Ephesos. Der gesamte Tempelbezirk war ursprünglich mit einer zweistöckigen Säulenhalle umgeben, an der südlichen Schmalseite des Areals erhob sich über einer mächtigen Freitreppe der massive Podiumstempel.

Die Anlage wurde im späten 2. Jh.n.Chr. errichtet und bis in die Spätantike genutzt, als im Tempelinneren eine Kirche eingebaut wurde. Der Tempel wurde durch ein Erdbeben zerstört, ein Großteil der Architekturelemente befindet sich noch direkt vor dem Tempel in Sturzlage.

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DIE PAULUSGROTTE
Bei der am Nordhang des Bülbülda? gelegenen Paulusgrotte handelt es sich um einen ca. 15 m langen, 2 m breiten und 2,3 m hohen Stollen mit einer presbyteriumsartigen Erweiterung auf 2,7 m im Süden. In der Grotte, die über einen rechteckigen, tonnenüberwölbten Vorraum zu betreten war, haben sich bis zu vier Malschichten erhaltenen, die vom späten 4. bis zum 12./13. Jh. n. Chr. datieren.

An der Westwand ist das zentrale Moment der Legende der hl. Thekla zu sehen, als Thekla - ergriffen von der Predigt des hl. Paulus - ihre Verlobung gegen den Protest der Mutter löst und dem Apostel folgt. Die Stirnwand im Süden zeigt eine Theophanie: Flankiert von Aposteln, Propheten, Heiligen und Stiftern thront Christus mit einem großen, goldenen Kreuznimbus auf einem Regenbogen. Die ursprüngliche Funktion der Höhle ist nicht bekannt, spätestens seit frühbyzantinischer Zeit diente sie wohl als Kapelle.

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DAS GROSSE THEATER
Das Große Theater geht auf einen hellenistischen Vorgängerbau (3.-1. Jh. v. Chr.) zurück. In römischer Zeit erfuhr es unter den Kaisern Domitian (81-96 n. Chr.) und Trajan (98-117 n. Chr.) eine umfangreiche Neugestaltung mit einer zunächst zwei-, später dreigeschossigen Prunkfassade. Neben Theateraufführungen diente es auch Versammlungen; für die fortgeschrittene Kaiserzeit ist eine Funktion als Gladiatorenarena nachweisbar. Noch vor dem 7. Jh. wird das Theater in die byzantinische Stadtmauer eingebunden.

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DAS ‘THEATERGYMNASIUM’
Um 125 n. Chr. wird nordwestlich des Theaters das sogenannte Theatergymnasium errichtet. Die mehr als 12.000 m? große Anlage entspricht dem ephesischen Typus des Bad-Gymnasium-Komplexes. U-förmige Aufenthalts- und Wandelhallen umgeben die Badesäle im Norden des Gebäudes. Der im Süden gelegene, offene Hof (Palästra) mit einer Tribüne mit vier Reihen von Sitzstufen diente sowohl der körperlichen Ertüchtigung wie auch der geistigen Beschäftigung.

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BYZANTINISCHER PALAST
Der knapp 4.000 m? große Komplex wurde im 5. Jh. n. Chr. über den Ruinen kaiserzeitlicher Gebäude errichtet. Er setzte sich aus einer Badeanlage im Norden sowie einem Repräsentationsbereich (Vierkonchensaal, Apsidenraum, Kapelle) im Süden zusammen. Ein vorgelagertes Vestibulum verband beide Gebäudehälften. Der repräsentative Charakter des Monuments legt eine Deutung als Palast des spätantiken Prokonsuls und/oder des byzantinischen Strategos (Statthalter) nahe. Ein kleines Gräberfeld an der Außenseite der Kapelle und Teile handwerklicher Betriebe zeugen von einer zumindest bescheidenen Besiedlung in diesem Areal bis in das 14. Jh.

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DIE ARKADIANE
Die 500 m lange und 11 m breite Straße war die wichtigste Verbindung zwischen Hafen und Theater. Ihr Erscheinungsbild geht auf eine Neugestaltung unter Kaiser Arcadius (395-408 n. Chr.) zurück.

Eine Inschrift mit der Regelung für die öffentliche Beleuchtung der Straße datiert in das 6. Jh. In justinianischer Zeit (527-565 n. Chr.) wurde das sogenannte Vier-Säulen-Monument errichtet, dessen Skulpturen Mitglieder der kaiserlichen Familie oder hohe Würdenträger darstellten.

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DAS HAFENGYMNASIUM UND DIE ‘VERULANUSHALLEN’
Der große Bad-Gymnasium-Komplex besteht aus Thermen, Gymnasium sowie einer Platzanlage und ist mit knapp 70.000 m? der größte seiner Art. Er wurde um 100 n. Chr. unter Kaiser Domitian errichtet, als Stifter - zumindest von Teilen - ist der Ephesier Tiberius Claudius Aristion bekannt. Um 350 n. Chr. wird der Komplex nach einer Zerstörung wiederhergestellt.

In der Mittelachse des Hafengymnasiums führte ein Tor auf den 200 × 240 m großen, offenen Platz. Er war von einer dreischiffigen Säulenhalle, den sogenannten Verulanushallen, umgeben. Das breite Mittelschiff diente als Laufbahn; der offene Platz wurde für unterschiedliche Sportarten und Freizeitaktivitäten genutzt und war, ähnlich einem Park, mit Bäumen bepflanzt. In hadrianischer Zeit (117-138 n. Chr.) stiftete der ephesische Kaiserpriester Claudius Verulanus die Marmorverkleidung der Hallenwände.

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DIE MARIENKIRCHE (KONZILSKIRCHE)
Die 145 × 30 m große, dreischiffige Bischofskirche der Stadt wurde in der südlichen Säulenhalle des Olympieion-Bezirks errichtet. Die Basilika erlangte als Austragungsort des 3. Ökumenischen Konzils (Maria als Gottesgebärerin) von 431 n. Chr. Berühmtheit. Mehrere Umbauten gehen ihrer Aufgabe in spätbyzantinischer Zeit voran. Spätestens im 7. Jh. wird der Bischofssitz von Ephesos in die Johannesbasilika verlegt, als Begräbniskirche besteht die Marienkirche jedoch weit bis in das Mittelalter.

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DAS OLYMPIEION
Der ab 130 n. Chr. errichtete Kaiserkulttempel für Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) als Zeus Olympios stand in der Mitte eines 79 Hektar großen Areals. 74 Säulen rahmten den 85 × 57 m messenden Tempel korinthischer Ordnung. Den Tempelbezirk umgaben an allen vier Seiten Hallen, von denen die 263 m lange Südhalle den monumentalen Eingangsbereich bildete. In der Spätantike wurde der Tempel abgetragen. Länger in Verwendung blieben die Hallen - in die südliche wurde im frühen 5. Jh. n. Chr. die Marienkirche eingebaut.

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MACELLUM UND ‘FELSSPALTTEMPEL’
Auf dem in der römischen Kaiserzeit eingeebneten Hügelplateau befindet sich im Zentrum eines 65 × 65 m großen Säulenhofes der aus dem Fels gehauene Sockel eines zwölfstrahligen Rundbaus. Er stammt aus der Zeit um 200 n. Chr. und wird als Fleischmarkt (macellum) gedeutet. Südöstlich des Macellums liegt ein frühbyzantinisches Brunnenhaus mit Vorhalle und offenem Säulenhof. Die Nordwestseite des Hügels wurde in römischer Zeit als Steinbruch genutzt.

Südwestlich des Plateaus sind die Reste einer Befestigungsanlage sowie eines Peristylhauses (Haus mit Säulenhof) zu sehen. Am nordwestlichen Hügelausläufer liegen die Reste des um 400 v. Chr. errichteten sogenannten Felsspalttempels - wahrscheinlich das Heiligtum einer weiblichen Gottheit. Keramikfunde belegen eine Besiedlung des Gebietes ab 750 v. Chr.

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DAS STADION
Das Stadion liegt in einer Mulde am Ausläufer des Panayirda. In hellenistischer Zeit nur mit Sitzstufen im Süden versehen, erfolgte der monumentale Ausbau, finanziert durch private Stiftungen, zur Zeit Kaiser Neros (54-68 n. Chr.).

Die Gewölbesubstruktion im Norden mit darauf befindlichen Rängen vollendete den Bau. Eine etwa 50 × 40 m große Arena im östlichen Teil der Lauffläche diente wohl Gladiatorenkämpfen. Im 5. Jh. n. Chr. wurde am Westende des nördlichen Gewölbes eine Kirche eingebaut.

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DAS VEDIUSGYMNASIUM
Das direkt an der Stadtmauer gelegene, 135 × 85 m große Vediusgymnasium stellt wie die meisten ephesischen Gymnasien einen Bad-Gymnasium-Komplex dar. Eröffnet wurde das von M. Claudius P. Vedius Antoninus Phaedrus Sabinianus und seiner Frau Flavia Papiane gestiftete Gebäude zwischen 147 und 149 n. Chr. Nach einem Umbau am Beginnum 400 n. Chr. blieb es bis an das Ende des 5. Jhs. in Betrieb. Im 6. Jh. n. Chr. wurde das Vediusgymnasium durch ein Großfeuer zerstört.

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DIE FESTUNG
Bereits im 6. Jh. n. Chr. wurde der Ayasoluk mit der Johanneskirche durch einen massiven Mauerring mit 20 Türmen und vier Toranlagen befestigt. Der Großteil des Baumaterials stammte von aufgelassenen Gebäuden aus Ephesos: In der Mauer verbaute römische Sarkophagreliefs mit mythologischen Szenen, beispielsweise aus dem Leben des Achilles, gaben dem Südtor den modernen Namen 'Tor der Verfolgung'. Auf der Hügelkuppe thront ein Kastell, das seine heutige Form im 13. und 14. Jh. erhielt.

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DIE JOHANNESBASILIKA
Über der Grabkammer des hl. Johannes auf dem Ayasoluk wurden seit ca. 300 n. Chr. verschiedene Gedächtnisbauten (Memoriae) errichtet. In der 1. Hälfte des 6. Jhs. stiftete Kaiser Justinian schließlich eine fünfschiffige Kuppelbasilika.

Spätestens seit dem 7. Jh. n. Chr. diente die 130 × 70 m große Pilgerkirche auch als Bischofskirche. Im Norden der Apsis befand sich der Bischofspalast (Episkopeion), an das nördliche Seitenschiff schlossen ein Baptisterium und ein Schatzhaus an.

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İSA BEY HAMAMI
Der Hamam besteht aus einem langrechteckigen Kernbau mit zentralem Kuppelraum, dem Heißbaderaum, der von Sonderbaderäumen umgeben war. Im Norden schließen ein lauwarmer Raum ohne Badfunktion sowie Nebenräume - mit einer Toilette - an.

Warmwasserspeicher und Befeuerungsraum lagen im Süden. Zu betreten war der Hamam von Norden über einen Peristylhof. Im Osten gab es Läden, im Westen einen separaten Frauenbadebereich. In der 2. Hälfte des 14. Jhs. n. Chr. erbaut, blieb das Bad nur 60-80 Jahre in Betrieb. Bereits um die Mitte des 15. Jhs. diente es als Begräbnisstätte.

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TÜRBE (GRABSTÄTTE)
Die 6,5 × 6,5 m große Türbe wurde im späten 14. frühen 15. Jh. unter dem Fürstengeschlecht der Aydinolullari errichtet und blieb bis weit in die osmanische Zeit in Verwendung.

Von Westen betritt man über ein Marmorportal den Zentralraum, in dem das Hauptgrab mittig in den Boden eingelassen war. An der Westseite des Raumes liegt eine Nebenbestattung, entlang der Ostwand ist eine Bank angebracht. Zwar ist der Inhaber des Grabbaus nicht bekannt, aber Monumentalität und Sorgfalt der Ausführung deuten auf eine verehrungswürdige Person, die dem Umfeld der Herrscherdynastie angehört haben könnte. Rund um die Türbe entwickelte sich ein Friedhof, von dem sich Grabsteine fanden.

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THERMEN AM ‘STAATSMARKT’
Die römische Badeanlage dürfte sich im Areal eines früheren, hellenistischen Gymnasiums befinden. Vier Baderäume sind an der Nordseite teilweise aus dem Fels gearbeitet. Das im Westen gelegene Caldarium (Warmbaderaum) besitzt sieben mit Badebecken ausgestattete Nischen. Im Westen und Süden schließen Hallen mit Mosaikböden an, die als Aufenthaltsräume und Wandelhallen dienten. Im nicht ausgegrabenen Gelände im Süden wird eine Palästra (offener Hof) vermutet, die der körperlichen Ertüchtigung wie auch der geistigen Beschäftigung diente.

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